Regelmäßige Beteiligungsveranstaltung der Schulgemeinschaft
Bei dieser Aktivität kommt die Schulgemeinschaft regelmäßig mit dem Quartier und der Nachbarschaft in Austausch. In einer niedrigschwelligen Beteiligungsveranstaltung wird gemeinsam an Lösungen für bestehende Herausforderungen gearbeitet - und zwar mit interaktiven und inklusiven Methoden.
Beteiligte:
Schulleitung und Lehrkräfte
Lernende und evtl. auch ihre Familien
Anwohner:innen und Organisation im Quartier / der Nachbarschaft
Externe Moderator:innen oder Prozessbegleiter:innen
Beschreibung der Aktivität
Diese Praxis umfasst die Organisation einer regelmäßigen (z. B. monatlichen) Veranstaltung, bei der Mitglieder der Schulgemeinschaft gemeinsam mit Nachbar:innen und lokalen Stakeholder:innen in einem offenen, informellen Rahmen zusammenkommen, um Lösungen für gemeinsame Herausforderungen zu entwickeln. Die Treffen sind so gestaltet, dass sie leicht zugänglich sind und alle willkommen heißen, die lösungsorientiert mitdenken möchten. Dabei kommen partizipative Methoden wie Design Thinking oder die World-Café-Methode zum Einsatz, um eine inklusive Beteiligung und innovative Ansätze zu gewährleisten.
Jede Veranstaltung widmet sich einem aktuellen oder lokal relevanten Thema. Die Teilnehmer:innen entwickeln gemeinsam Ideen und einigen sich auf einen umsetzbaren, innovativen Schritt, der sofort oder kurz nach der Veranstaltung realisiert wird. Dieser Fokus auf Echtzeit-Entscheidungen und unmittelbare Umsetzung fördert eine Kultur geteilter Verantwortung und Mitgestaltung.
Das Format unterstützt nachhaltige Entwicklung, indem demokratische Teilhabe, Problemlösungskompetenz und lokale Resilienz in den Schulalltag integriert werden. Es regt zu Lernen über den Klassenraum hinaus an und verwandelt abstrakte Ziele in konkrete Handlungsschritte.
Die Praxis ist inspiriert von der Roter Salon-Initiative an der Ernst-Reuter-Gesamtschule in Karlsruhe, Deutschland, bei der die Schulleitung regelmäßig Mitglieder der Schule und der Nachbarschaft zusammenbringt, um gemeinsam Ideen zu entwickeln, die Schule oder dem Umfeld der Schule Verbesserung bringen.
https://www.ers-karlsruhe.de/gemeinschaftsschule#Gemeinschaftsschule
Eine weitere Schule, die dieses Format umsetzt, ist das Stadtgymnasium Dortmund. Dort brachte es Lernende, Eltern, Lehrkräfte und Mitarbeitende zusammen, um das Thema DIVERSITÄT zu erkunden, inklusive Schulprojektideen in gemischten Gruppen zu entwickeln und ein neues, partizipatives Veranstaltungsformat zu erleben, das für seine Atmosphäre von Gleichberechtigung, Zusammenarbeit und echtem Gemeinschaftsgeist gelobt wurde.
https://stadtgymnasium.com/2023/10/27/vielfalt-der-erste-rote-salon-am-stadtgymnasium-dortmund/
Wirkung
Erhöhte Beteiligung und Zusammenarbeit zwischen Schule und Quartier / Nachbarschaft
Stärkere Beteiligung der Lernenden und Mitarbeitenden an Nachhaltigkeit und Innovation
Erfahrung von Selbstwirksamkeit beim Mitgestalten der Lernumgebung
Kleine aber sichtbare Veränderungen
Größeres Vertrauen in die Gemeinschaft und Gefühl geteilter Verantwortung
Tipps für die Umsetzung
Themenideen können von der Schulgemeinschaft eingebracht werden.
Senken sie durch eine informelle und inklusive Atmosphäre die Teilnahmebarrieren.
Mit kleinen, überschaubaren Themen beginnen, um frühe Erfolge zu erzielen.
Immer mit einer klaren, umsetzbaren Entscheidung abschließen und das Versprechen geben, die Umsetzung nachzuverfolgen.