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Kisten mit frisch geerntetem Gemüse.
Bild von Freepik

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Regionale Produkte in Schulkantinen

Regionale Lebensmittel stärken lokale Landwirtschaft und nachhaltige Ernährung.

Beteiligte:

  • Leitung und Personal der Schulkantine
  • Umwelt-NGOs
  • Schulbehörde

Beschreibung der Aktivität

Eine gute Möglichkeit für Berufsschulen, nachhaltiger zu werden, ist der Bezug und die Verarbeitung von regional produzierten und nachhaltig angebauten Lebensmitteln. Wenn Schulen einen Großteil ihrer Produkte von nahegelegenen Produzent:innen beziehen, reduziert dies den Transport über weite Strecken und somit den CO2-Verbrauch. Gleichzeitig profitieren die Lernenden von frischeren, saisonalen Lebensmitteln, die ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden fördern. Solche Initiativen zeigen, wie alltägliche Entscheidungen – beispielsweise was wir zu uns nehmen – einen Unterschied für Menschen und den Planeten bewirken können.

Statt Nachhaltigkeit nur theoretisch zu vermitteln, erleben Lernende sie live. Sie lernen, woher ihr Essen kommt, warum saisonale Ernährung wichtig ist und wie lokale Lieferketten funktionieren. Zudem stärken Kooperationen mit regionalen Landwirt:innen und Lebensmittelproduzent:innen den Draht zwischen Schulen und Gemeinden. Es ist eine anschauliche Methode, um zu zeigen, dass Nachhaltigkeit zum Alltag gehört – und nicht nur Theorie bleibt.​

Ein gutes Beispiel hierfür findet sich in Piacenza, Italien. Dort bezieht die Zentralküche der lokalen Schulen den Großteil ihres frischen Obstes und Gemüses von einem nahegelegenen Hof. So essen Lernende saisonale Produkte, die vor Ort angebaut und oft nur Tage zuvor geerntet wurden. Und davon profitieren alle: Lokale Landwirt:innen erhalten stabile Absatzmärkte, Kinder lernen nachhaltige Ernährungssysteme kennen, und die Gemeinschaft bindet sich stärker an das Schulgeschehen. Die Erfahrung aus Piacenza zeigt, wie kleine Veränderungen in der Beschaffung große Wirkungen entfalten können.​

Und hier wird's schon gemacht

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Wirkung

  • Niedrigere CO₂-Emissionen: lokale Beschaffung reduziert Transportwege.
  • Unterstützung lokaler Erzeuger:innen: Schulen sorgen für eine stetige Nachfrage bei landwirtschaftlichen Erzeuger:innen aus der Umgebung.
  • Gesündere Schulmahlzeiten: Frische, saisonale Produkte verbessern die Ernährungsqualität.
  • Praktische Nachhaltigkeitsbildung: Die Lernenden erfahren anhand von Beispielen aus dem realen Leben etwas über Lebensmittelsysteme.
  • Stärkere Gemeinschaftsbindungen: Lokale Partnerschaften stärken die Beziehungen zwischen Schule und Gemeinde.

Tipps für die Umsetzung

  • Fangen Sie klein an und steigern Sie sich dann: Beginnen Sie mit ein paar wichtigen Zutaten oder einer Mahlzeit pro Woche und erweitern Sie dann nach und nach, soweit es die Logistik und das Budget zulassen.
  • Beziehen Sie Lernmende nd Mitarbeitende mit ein: Binden Sie die Schulgemeinschaft durch Kochaktivitäten, Gartenprojekte oder Besuche bei lokalen Landwirt:innen ein, um Unterstützung und Bewusstsein zu schaffen.
  • Präsentieren Sie die Herkunft der Produkte – Verwenden Sie Schilder, Etiketten oder Ausstellungen in der Schule, um die Herkunft der Zutaten hervorzuheben und den Lernenden lokale Landwirt:innen vorzustellen.

Weiterführende Links und Ressourcen

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„The extraordinary Life and Times of a Strawberry“ ist ein eindrucksvoller Kurzfilm des Natural Resources Defense Council (NRDC), der die ressourcenintensive Reise einer einzigen Erdbeere vom Feld bis zum Kühlschrank nachzeichnet. Er beleuchtet die versteckten Kosten des Lebensmitteltransports über weite Strecken – einschließlich Energieverbrauch, Emissionen und erhöhtem Verderb. Er regt dazu an, die wahren Kosten unserer Nahrungssysteme und die Auswirkungen globaler Lieferketten auf die Nachhaltigkeit zu hinterfragen.
https://www.youtube.com/watch"v=uTaFYF1nA4c
Weitere Tipps, wie diese Praxis für die Schule nachhaltig gestaltet werden kann, finden Sie auf der Website der Green Schools Alliance:
https://www.greenschoolsalliance.org/guides-44-food-procurement
In dieser spannenden Folge von Climate Lab untersuchen Dr. M. Sanjayan und Vox, inwiefern Lebensmittelverschwendung ein wichtiger, aber oft übersehener Faktor für den Klimawandel ist, und präsentieren überraschende Statistiken und Expert:innenenmeinungen
https://www.youtube.com/watch"v=6RlxySFrkIM