Schüler:innenfirmen fördern nachhaltiges Denken, Unternehmergeist und die Fähigkeit, gesellschaftliche Herausforderungen kreativ zu lösen.
Beteiligte:
Lernende
Beschreibung der Aktivität
Lernende dazu zu befähigen, kritisch und nachhaltigkeitsorientiert zu denken, ist die Grundlage für sinnvolle Innovationen. Betrachten sie globale und lokale Herausforderungen, wie Klimawandel, Ressourcenknappheit oder soziale Ungleichheit, durch die Brille der Nachhaltigkeit, entwickeln sie oft neue, kreative Lösungen, die traditionelle Ansätze übersehen. Durch die Vermittlung ökologischer, ökonomischer und sozialer Dimensionen können Lehrkräfte Lernende zu ganzheitlichem Denken und verantwortungsvollem Handeln anregen.
Eine wirkungsvolle Methode, um diese Denkweise zu fördern, ist es, Lernende dazu zu ermutigen, eigene nachhaltig ausgerichtete Unternehmen zu gründen. Diese Initiativen bieten eine Plattform, auf der Lernende ihre unternehmerischen Fähigkeiten in einem realen Kontext anwenden können: vom Erkennen von Problemen über die Entwicklung nachhaltiger Produkte oder Dienstleistungen bis hin zur Betriebsführung und Kundenbindung. Im Team lernen sie die Komplexität, Ideen in die Praxis umzusetzen, und balancieren Innovation, Machbarkeit und Verantwortung. Dieser praxisnahe Ansatz schärft Problemlösungs-, Kommunikations- und Führungsstärken und unterstreicht die Bedeutung von Nachhaltigkeit im Geschäftsleben.
Schulen und Bildungseinrichtungen spielen eine entscheidende Rolle, indem sie eine unterstützende Umgebung schaffen, in der diese Schüler:innenunternehmen gedeihen können. Dazu gehören Mentoring, Ressourcen und Kooperationsmöglichkeiten mit lokalen Unternehmen oder Nachhaltigkeitsexpert:innen. Wenn sie in den Lehrplan oder außerschulische Aktivitäten integriert sind, werden nachhaltigkeitsgetriebene Schüler:innenfirmen zu wirkungsvollen Lernwerkzeugen, die Theorie und Praxis verbinden. Sie fördern nicht nur zukünftige Unternehmer:innen, sondern vermitteln Wissen für eine Welt, in der Nachhaltigkeit keine Option, sondern eine Notwendigkeit ist.
Das lernendengeführte Catering-Unternehmen 13 an der BBSII Wolfsburg ist ein ganzheitlicher, nachhaltigkeitsorientierter Lernraum, in dem junge Menschen jeden Aspekt des Betriebs selbstständig leiten, um die UN-Nachhaltigkeitsziele aktiv umzusetzen und gleichzeitig Verantwortungsbewusstsein, Selbstvertrauen und zukunftsfähige Kompetenzen zu entwickeln.
https://bbs2-wob.de/unsere-schule/nasch-13/
Wirkung
Lernende entwickeln Problemlösungsfähigkeiten für reale, nachhaltige Herausforderungen
Unternehmerische Denkweise – Das Gründen eines Unternehmens lehrt Lernende kreativ zu denken, Initiative zu ergreifen und mit Unsicherheiten umzugehen
Zusammenarbeit und Führung – Die Teamarbeit fördert Kommunikations-, Führungs- und Projektmanagementkompetenzen.
Nachhaltigkeitsbewusstsein – Lernende entwickeln ein tiefes Verständnis für umwelt-, sozial- und wirtschaftliche Nachhaltigkeitsprinzipien.
Messbarer Einfluss auf ihr Umfeld – Schüler:innenunternehmen adressieren häufig lokale Probleme und schaffen sichtbaren, positiven Wandel in ihrem Umfeld.
Tipps für die Umsetzung
Mit realen Herausforderungen beginnen
Lernende dazu ermutigen, Nachhaltigkeitsprobleme in ihrer Schule oder ihrem unmittelbaren Umgebung zu identifizieren, um Relevanz und Motivation von Anfang an zu gewährleisten.
Mentoring und Expert:inneninput bereitstellen
Kooperationen mit lokalen Unternehmer:innen, Nachhaltigkeits-Expert:innen oder Universitätsprogrammen aufbauen, um kontinuierliche Anleitung, Feedback und Anregungen bereitzustellen.
Strukturiertes, aber flexibles Framework schaffen
Einen schrittweisen Prozess anbieten (z. B. Ideenfindung – Geschäftsmodell – Prototyp – Launch), während Lernenden Freiheit zur kreativen Erkundung und Anpassung ihrer Ideen gegeben wird.