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Lernende durchstöbern Kleiderständer.
Bild: University of Algarve and the "Second Life Initiative."

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Tauschbörse: Gegenständen ein zweites Leben geben

Regelmäßige Tauschbörsen stärken Kreislaufdenken und das Gemeinschaftsgefühl.

Beteiligte:

  • Schulverwaltung
  • Verwaltungsmitarbeitende
  • Anwohner:innen

Beschreibung der Aktivität

Um eine erfolgreiche Tauschbörse an einer Berufsschule zu organisieren, wählen Sie zunächst einen passenden Zeitpunkt und einen gut zugänglichen Ort, zum Beispiel einen Gemeinschaftsraum, die Kantine oder eine Mehrzweckhalle. Bewerben Sie die Veranstaltung über Plakate, soziale Medien, Ankündigungen und Klassenbesuche und laden Sie Lernende sowie Mitarbeiter:innen ein, gut erhaltene Kleidung, Bücher, Schreibwaren oder Haushaltsgegenstände mitzubringen. Geben Sie klare Vorgaben, welche Gegenstände angenommen werden, und ermutigen Sie die Teilnehmenden, saubere und funktionsfähige Dinge mitzubringen. Stellen Sie im Vorfeld Sammelbehälter bereit, um die Gegenstände während der Veranstaltung sortiert und ansprechend auszustellen.

Am Tag der Tauschbörse schaffen Sie eine offene, einladende Atmosphäre, in der die Besucher:innen frei stöbern und Gegenstände entweder direkt oder über ein einfaches Tokensystem tauschen können. Freiwillige oder Schulclubs unterstützen bei der Organisation, erklären die Regeln und geben Informationen zu Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft weiter. Übrig gebliebene Gegenstände können an lokale Wohltätigkeitsorganisationen gespendet oder für zukünftige Veranstaltungen aufbewahrt werden, sodass nichts verschwendet wird. Ergänzend können Bildungsmaterialien oder Mini-Workshops zum nachhaltigen Konsum angeboten werden, um das Lernen zu vertiefen.

Die Tauschbörse wirkt sowohl ökologisch als auch sozial: Sie reduziert Abfall, senkt die Nachfrage nach neuen Produkten und verringert die CO₂-Emissionen, die mit Produktion und Entsorgung verbunden sind. Gleichzeitig fördert sie eine Kultur des Teilens, der Zusammenarbeit und der Umweltverantwortung innerhalb der Schule. Die Teilnehmenden entwickeln ein bewussteres Konsumverhalten und werden befähigt, nachhaltige Entscheidungen im Alltag zu treffen – ein zentraler Bestandteil der umweltbezogenen Kompetenzen in der beruflichen Bildung.

Und hier wird's schon gemacht

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  • University of Algarve – Second Life Initiative (Portugal): Die UAlg sammelte über Campus-Sammelboxen Kleidung, Bücher, Schuhe und mehr, bevor sie eine Second Hand-Messe veranstaltete. Fast alle gespendeten Gegenstände wurden von Studierenden und Mitarbeitenden mitgenommen, wodurch Abfall reduziert und das Nachhaltigkeitsbewusstsein gestärkt wurde.
    https://sea-eu.org/sea-eu-goges-greener-second-life-initiative-at-the-university-of-algarve/
  • UWC Maastricht – Lernendengeführter Swap-Shop (Niederlande): Monatliche Swap-Shop-Abende ermöglichen es der Schulgemeinschaft, Kleidung, Schreibwaren und andere Gegenstände für 1€ oder über Tokens zu tauschen. Nicht verkaufte Artikel werden an lokale Wohltätigkeitsorganisationen gespendet, wodurch sowohl Kreislaufwirtschaft als auch sozialer Mehrwert gefördert werden.
    https://www.uwc-sustainability.org/activities/the-swap-shop-at-uwc-maastricht/
  • Tallinn University – Green Week Kleidungstausch (Estland): Im Rahmen der Green Week organisiert die Universität Tallinn SWISH-Kleidertauschaktionen mit Keynote-Vorträgen und interaktiven Aktivitäten. Ziel ist es, Studierende und Mitarbeitende dazu zu ermutigen, ungenutzten Kleidungsstücken ein neues Leben zu geben. Studierende und Mitarbeitende dazu zu ermutigen
    https://www.tlu.ee/en/events/clothes-sawp-event-tallinn-university-swish

Wirkung

  • Abfallreduzierung: Schulen können durch Wiederverwendung jährlich dutzende bis hunderte Gegenstände vor der Mülldeponie bewahren
  • Geringere Umweltbelastung: Die Verringerung der Nachfrage nach neuen Produkten trägt dazu bei, die damit verbundenen CO2-Emissionen, den Wasserverbrauch und den Ressourcenverbrauch zu senken.
  • Kostenersparnis für Lernende: Lernende können benötigte Dinge, Kleidung, Bücher, Schulmaterialien, teilweise ertauschen, statt dafür Geld ausgeben zu müssen, was ihre finanzielle Berlastung verringert.
  • Gesteigertes Umweltbewusstsein: Die Teilnehmenden sammeln Erfahrungen aus erster Hand mit den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und nachhaltigem Konsum.
  • Stärkere Gemeinschaftsbindungen: Tauschbörsen fördern die soziale Interaktion, Zusammenarbeit und in der Schulgemeinschaft das Gefühl, gemeinsame Ziele zu verfolgen.

Tipps für die Umsetzung

  • Fangen Sie klein und unkompliziert an: Testen Sie die Veranstaltung zunächst mit einer bestimmten Kategorie (z. B. Kleidung oder Bücher), bevor Sie weitere Dinge dazunehmen.
  • Klare Regeln festlegen: Legen Sie klare Regeln hinsichtlich Zustand, Art und Menge der angenommenen Gegenstände fest, um die Qualität zu gewährleisten und Verschwendung zu vermeiden.
  • Beziehen Sie die Lernenden in die Planung mit ein: Beziehen Sie Lernende in die Organisation, Bewerbung und Durchführung der Veranstaltung mit ein. Sie bringen Energie und Eigenverantwortung mit.
  • Breit bewerben: Nutzen Sie Plakate, E-Mails, soziale Medien und Mundpropaganda, um die Aktion zu bewerben und möglichst viele zur Teilnahme zu motivieren.
  • Schaffen Sie eine einladende Umgebung: Nutzen Sie Tische, Schilder und Etiketten, um die Artikel attraktiv zu präsentieren und das Stöbern die Leute so einfach und unkompliziert wie möglich zu gestalten.

Weiterführende Links und Ressourcen

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Diese Ressource enthält einen Schritt-für-Schritt-Plan für die Organisation einer Tauschbörse und behandelt Themen wie Bewerbung, Logistik, Nachhaltigkeitsbildung und Engagement in der Gemeinschaft. Sie betont, wie Tauschbörsen Abfall reduzieren und die Kreativität und Zusammenarbeit unter Lernenden fördern können.
https://www.votesforschools.com/blog/sustainability-in-schools/