Umweltfreundliche Beschaffung berücksichtigt den gesamten Lebenszyklus von Produkten, reduziert den ökologischen Fußabdruck, fördert Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft und stärkt die Nachhaltigkeitsziele von Institutionen.
Beteiligte:
Öffentliche Institutionen und Kommunen
Schulleitung und Mitarbeitende
Lieferant:innen und Biolandwirt:innen
Beschreibung der Aktivität
Bei der umweltfreundlichen Beschaffung (Environmentally Preferable Purchasing, EPP), werden die Umweltauswirkungen von Waren und Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg berücksichtigt – von der Herstellung über die Nutzung bis hin zur Entsorgung. Das Ziel besteht darin, den ökologischen Fußabdruck durch intelligentere Beschaffungsentscheidungen zu verringern.
Dazu gehört die Auswahl von Produkten, die weniger Umweltverschmutzung verursachen, energieeffizient sind, Abfall reduzieren und aus recycelten oder nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Diese Produkte tragen zur Schonung der natürlichen Ressource
Die umweltfreundliche Beschaffung spielt eine wichtige Rolle in den Nachhaltigkeitsstrategien des öffentlichen und privaten Sektors. Durch ihre Umsetzung können Institutionen die Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten steigern, ein positives Beispiel setzen und zu den Zielen in den Bereichen Klima- und Ressourceneffizienz beitragen.
Reduzierter ökologischer Fußabdruck: geringere Verschmutzung, weniger Abfall und geringere Ressourcennutzung durch saubere, effiziente und recycelbare Produkte.
Unterstützung der Kreislaufwirtschaft – Die verstärkte Verwendung von recycelten oder erneuerbaren Materialien stärkt die Märkte für Kreislaufprodukte und fördert die Wiederverwendung und Langlebigkeit.
Geringere langfristige Kosten: Auch wenn umweltfreundliche Produkte zunächst mit höheren Anschaffungskosten verbunden sind, führen ihre Effizienz, Langlebigkeit und geringeren Entsorgungskosten oft zu einer Gesamtkosteneinsparung.
Markt- und kultureller Einfluss: Öffentliche Einrichtungen und Unternehmen signalisieren damit Nachfrage nach nachhaltigen Produkten. Dadurch werden Lieferanten zu Innovationen und umweltfreundlicheren Produktionsverfahren ermutigt.
Tipps für die Umsetzung
Verwenden Sie keine Einwegkunststoffe wie Plastikbecher und Plastikbesteck.
Wählen Sie Lieferanten, die wiederverwendbare oder kompostierbare Optionen anbieten.
Bevorzugen Sie Produkte mit Öko-Label und hoher Energieeffizienz.
Nehmen Sie Nachhaltigkeitskriterien in Dienstleistungsverträge auf.
Klären Sie die Mitarbeitenden bzw. Lernenden über die Ziele eines umweltfreundlichen Beschaffungswesens auf.