Tag der offenen Tür: Netzwerkveranstaltungen an der Schule
Schulen öffnen ihre Räume für lokale Nachhaltigkeitsinitiativen.
Beteiligte:
Schulleitung
Gebäudemanagement
Lokale Umweltinitiativen
Beschreibung der Aktivität
Verbindungen zu Nachhaltigkeitsinitiativen und externen Expert:innen können das Schulleben und Lernen stark bereichern. Netzwerken kostet aber oft Zeit und Energie, die vielen Schulen fehlen. Eine praktische Alternative: das Fachwissen direkt in die Schule holen, statt das Personal wegzuschicken. Veranstaltungen vor Ort ermöglichen es, sich mit relevanten Themen auseinanderzusetzen, ohne zusätzlichen Reise- oder Organisationsaufwand.
Viele Schulen haben gerade nachmittags oder abends freie Räume – Klassenzimmer, Aula oder Außenbereiche –, die sich leicht in lebendige Treffpunkte für Dialog und Zusammenarbeit verwandeln lassen. Stellen Schulen diese Räume externen Initiativen zur Verfügung, werden sie zu mehr als Lernorten: zu Gemeinschaftszentren, in denen Partnerschaften rund um gemeinsame Nachhaltigkeitsziele organisch entstehen können.
Dieses Win-Win-Szenario bringt beiden Seiten Vorteile: Initiativen bekommen einen Ort und ein Publikum, Schulen direkten Zugang zu Wissen und lokalen Netzwerken. Mit der Zeit können solche Gastveranstaltungen neue Kooperationen anstoßen, Ideen für den Unterricht liefern und langfristig helfen, Nachhaltigkeit stärker in Schulkultur und Schulbetrieb zu verankern – alles, was es braucht, ist, die Türen zu öffnen.
Ein gutes Beispiel für diesen Ansatz ist die Max-Eyth-Berufsschule, die in Zusammenarbeit mit der städtischen Fair-Trade-Initiative eine Veranstaltung zum Thema Fair Trade organisierte. Die Veranstaltung bot eine Reihe interaktiver Aktivitäten und Diskussionen, die die Vorteile von Fair Trade aufzeigten und erkundeten, wie Fair Trade in den Schulbetrieb und den Unterricht integriert werden kann. Durch die Einladung der Initiative auf das Schulgelände wurden neue Ideen angeregt, Partnerschaften geknüpft und sowohl Lehrkräfte als auch Schüler:innen dazu ermutigt, kritisch über globale Verantwortung nachzudenken – direkt in ihrer eigenen Gemeinschaft.
https://www.mes-schiffdorf.de/2023/08/12/fairtrade-kommt-an-populaere-themen-ueberzeugen-jung-und-alt/
Die Idee, eine Schule in einen Treffpunkt für die Gemeinschaft zu verwandeln, wurde architektonisch in der dänischen Stadt Ikast-Brande umgesetzt. Als die örtliche Schule zusätzlichen Raum benötigte, wurde das neue Gebäude „Hjertet“ (dänisch für „Das Herz https://educationsnapshots.com/projects/7417/the-heart-in-ikast/
Wirkung
Vernetzung mit lokalen Nachhaltigkeitsakteur*innen.
Erweiterte Lernmöglichkeiten durch die Integration informeller und nicht-formaler Bildungserfahrungen.
Mehr Sichtbarkeit für lokale Initiativen, indem ihnen innerhalb der Schule eine öffentliche Plattform geboten wird.
Die Schule wird zu einem Katalysator für lokales Handeln, indem sie Nachhaltigkeit sowohl durch Gemeinschaftspartnerschaften als auch durch den verantwortungsvollen Einsatz ihrer physischen Ressourcen fördert.
Tipps für die Umsetzung
Lokale Nachhaltigkeitsakteur:innen identifizieren – Schauen Sie sich in Ihrer Umgebung um: Nichtregierungsorganisationen, soziale oder ökologische Start-ups, lokale Landwirtschaft, Repair-Cafés oder Klimagruppen, die von einem Zugang zu Ihren Räumen profitieren könnten.
Räume auch außerhalb des Unterrichts öffnen – Stellen Sie Ihre Einrichtungen wie Klassenzimmer, Aula oder Schulgärten abends, an Wochenenden oder in Ferienzeiten zur Verfügung, um die vorhandene Infrastruktur optimal zu nutzen.
Klare Nutzungsregeln festlegen – Entwickeln Sie ein einfaches Regelwerk, das Sicherheit, Barrierefreiheit, ökologische Auswirkungen und pädagogischen Nutzen berücksichtigt.