Pflanzenbasierte Mahlzeiten für geringere CO₂‑Fußabdrücke in Schulkantinen
Durch pflanzenbasierte Menüs und Bildungsaktivitäten senkten Schulen ihren ökologischen Fußabdruck um über 40 % und motivierten zugleich Schüler:innen, nachhaltige Ernährungsgewohnheiten zu Hause weiterzutragen.
Beteiligte:
Schulen (Verwaltung und Kantinenleitung)
Lehrkräfte und Ernährungspädagog*innen
Lernende
Lokale Landwirt:innen und Lebensmittellieferant:innen
Beschreibung der Aktivität
Die Schule bietet eine großartige Gelegenheit, lebenslange Gewohnheiten zu prägen – darunter auch klimafreundlichere Entscheidungen bei der Ernährung. Vor diesem Hintergrund hat ein Projekt, koordiniert vom Global Footprint Network und lokalen Partnern, mit Schulen zusammengearbeitet, um mehr pflanzenbasierte Mahlzeiten in den Kantinen einzuführen. Durch sorgfältig geplante Menüs, die Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte in den Mittelpunkt stellen und den Fleischanteil reduzieren, konnten die Schulen ihren ökologischen Fußabdruck im Bereich Ernährung deutlich senken.
Dieser Ansatz konzentrierte sich nicht nur auf das Angebot der Speisen, sondern auch auf die Einbindung der Lernenden. Zu den Aktivitäten gehörten Unterrichtseinheiten zu Lebensmittelsystemen und Umweltwirkungen, die die Lernenden dazu anregten, die Verbindung ihrer täglichen Entscheidungen zur Gesundheit des Planeten zu erkennen. Die Schulen bemühten sich zudem, die Änderungen positiv zu kommunizieren, zum Beispiel durch die Hervorhebung leckerer Pilzeintöpfe oder Veggie-Wraps, die traditionelle, schwerere Gerichte ersetzten.
Die Ergebnisse waren deutlich: Die teilnehmenden Schulen verzeichneten einen erheblichen Rückgang des ökologischen Fußabdrucks ihrer Mahlzeiten, in einigen Fällen um über 40 %. Über die Zahlen hinaus förderte das Projekt Neugier und Akzeptanz bei den Lernenden, von denen viele die neuen Geschmacksrichtungen genossen und zu Botschafter:innen für gesündere, weniger belastende Ernährungsgewohnheiten auch zu Hause wurden. Dieses Beispiel zeigt, wie die Anpassung von Schulmenüs in Kombination mit Bildung und spielerischer Einbindung ein wirkungsvolles Instrument für Nachhaltigkeit sein kann.
Ab Oktober 2021 arbeiteten die Portugiesische Vegetarische Vereinigung, die Universität Aveiro und das Global Footprint Network mit den Gemeinden Almada und Albufeira zusammen. Ergebnis: Pflanzliche Schulmahlzeiten haben einen 92 % geringeren ökologischen Fußabdruck als Fleischgerichte.
https://overshoot.footprintnetwork.org/portfolio/plant-based-meals-school/
Wirkung
Bis zu 40 % Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks von Schulmahlzeiten
Lernende entwickelten ein stärkeres Bewusstsein für nachhaltige Ernährung.
Gestärkte Beziehungen zu lokalen Produzent:innen für frische Zutaten.
Schulen verbesserten ihr Nachhaltigkeitsimage.
Tipps für die Umsetzung
Klein anfangen: Starte mit ein oder zwei pflanzenbasierten Tagen pro Woche, um Akzeptanz aufzubauen.
Lokale Profis einbeziehen: Arbeite mit Köch:innen aus der Region zusammen, um leckere und ansprechende Menüs zu gestalten.
Bildung einbinden: Erkläre den Lernenden in interaktiven Unterrichtseinheiten, warum diese Änderungen wichtig sind.
Spaßige Aktionen: Nutze bunte Schilder, Verkostungen oder kleine Wettbewerbe in der Mensa, um die Initiative zu bewerben.
Ergebnisse sichtbar machen: Miss und teile den Erfolg, um Motivation und Teilnahme aufrechtzuerhalten.