Energiesparmaßnahmen wie LED‑Beleuchtung und Sensoren senken Verbrauch und Kosten.
Beteiligte:
Schulleitung und Lehrkräfte
Lernende
Gebäudemanagement
Beschreibung der Aktivität
"Um Bewegungssensoren und LED-Beleuchtung in Schulen einzuführen, ist der erste Schritt ein Energieaudit, um Bereiche zu erkennen, in denen die Beleuchtung übermäßig oder ineffizient genutzt wird. Anschließend sollten Schulen in hochwertige LED-Leuchten und automatische Lichtsensoren investieren, die sowohl Tageslicht als auch Anwesenheit erkennen. Die Installation sollte alle wichtigen Bereiche abdecken – Klassenzimmer, Flure, Mensen und andere stark genutzte Räume.
Wichtig ist, Hausmeister:innen, Elektriker:innen und Nachhaltigkeitskoordinator:innen von Anfang an einzubinden, damit das System korrekt eingerichtet und kalibriert wird. Regelmäßige Wartung sorgt dafür, dass Sensoren und Leuchten langfristig optimal funktionieren."
Ebenso entscheidend ist die Einbindung der gesamten Schulgemeinschaft – Lehrkräfte, Mitarbeitende und Lernende – damit alle das System verstehen und die Vorteile der Energieeinsparung erkennen. Schulungen und Sensibilisierungskampagnen fördern einen bewussten Umgang mit der Beleuchtung, motivieren dazu, Probleme zu melden, und unterstützen energieeffiziente Gewohnheiten. Durch die Kombination aus Technologie und gemeinschaftlicher Beteiligung entsteht eine Kultur der Nachhaltigkeit in der Schule, in der Energieeffizienz zu einer gemeinsamen Verantwortung wird.
Die Auswirkungen sind deutlich: Schulen sparen spürbar Strom, senken ihre Betriebskosten und können das eingesparte Budget für andere Bildungsprojekte nutzen. Gleichzeitig reduziert die Praxis die CO₂-Emissionen aus der Energieproduktion und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz. Darüber hinaus setzen Schulen durch die sichtbare Umsetzung von Nachhaltigkeit ein vorbildliches Lernbeispiel für die Lernenden und vermitteln Umweltwerte, die auch über das Klassenzimmer hinaus wirken. So unterstützt diese ganzheitliche Maßnahme die Schule dabei, eine nachhaltigere Zukunft aktiv mitzugestalten.
Die Werner-von-Siemens-Berufsschule in Bad Harzburg (Deutschland), eine berufsbildende technische Schule, hat im Rahmen eines KNX-basierten Systems etwa 150 Decken-Sensoren installiert. Die tageslichtabhängige Lichtsteuerung sorgt dafür, dass künstliches Licht nur bei Bedarf genutzt wird, und Bewegungssensoren schalten die Beleuchtung in ungenutzten Räumen automatisch aus. So werden sowohl der Energieverbrauch als auch die Heizeffizienz optimiert.
https://www.beg-luxomat.com/en-in/solutions/reference-projects/werner-von-siemens-high-school/
Wirkung
Niedrigere CO₂-Emissionen: Schulen können durch geringeren Energieverbrauch jährlich 1,5–3 Tonnen CO₂ einsparen (je nach Größe und Energiequelle)
Verbesserte Lernumgebung: Gleichmäßige, gut angepasste Beleuchtung steigert die Konzentration und das Wohlbefinden der Lernenden und kann laut Studien zur Beleuchtungsqualität in Klassenräumen die schulischen Leistungen um bis zu 10 % verbessern.
Tipps für die Umsetzung
Mit einem Energieaudit starten: Analysieren Sie die aktuellen Beleuchtungssysteme, um Bereiche mit dem höchsten Energieverbrauch zu identifizieren, und priorisieren Sie diese für Sensor- und LED-Upgrades.
Qualitativ hochwertige Ausstattung wählen: Investieren Sie in zuverlässige, kompatible LED-Leuchten und Sensoren, die sich sowohl an Tageslicht als auch an die Raumnutzung anpassen, um maximale Effizienz zu erreichen.
Installation sorgfältig planen: Führen Sie Installationen während der Schulferien oder außerhalb des Unterrichts durch, um Störungen zu minimieren, und sorgen Sie dafür, dass qualifizierte Fachkräfte die Verkabelung und Kalibrierung korrekt durchführen.
Schulgemeinschaft informieren und einbeziehen: Erklären Sie Lehrkräften, Mitarbeitenden und Lernende die Vorteile und die richtige Nutzung des neuen Systems, um energieeffizientes Verhalten zu fördern und eine schnelle Meldung von Problemen zu gewährleist