Viele Berufsbildungsinstitutionen veröffentlichen Nachhaltigkeitsberichte, die grüne Kompetenzen und Kreislaufpraktiken hervorheben.
Beteiligte:
Schulleitung und Lehrkräfte
Lernende
Menschen und Organisationen aus dem lokalen Umfeld der Schule
Externe Moderator:innen oder Prozessbegleiter:innen
Beschreibung der Aktivität
"Nachhaltigkeitsberichte von Berufsbildungsinstitutionen zeigen immer deutlicher, welche Rolle sie bei der Förderung nachhaltiger Entwicklung spielen. In diesen Berichten geht es meist um ökologische, soziale, ökonomische und Governance-Aspekte der Nachhaltigkeit.
Im ökologischen Bereich dokumentieren die Einrichtungen beispielsweise Maßnahmen wie die Senkung des Energieverbrauchs, die Nutzung erneuerbarer Energien, effizientes Ressourcenmanagement oder die Integration von Nachhaltigkeit in die Lehrpläne – damit die Lernenden gut auf grüne Berufe vorbereitet sind. Außerdem werden oft umweltfreundliche Aktivitäten auf dem Campus vorgestellt, wie nachhaltige Beschaffung, grüne Infrastruktur oder Recycling-Initiativen. All das passt zu den globalen Bemühungen, den Klimawandel zu bekämpfen, und fördert ein nachhaltiges Denken bei den Lernenden."
"Soziale Nachhaltigkeit spielt ebenfalls eine große Rolle. Viele Einrichtungen achten darauf, dass Bildung für alle zugänglich ist – etwa für Frauen, marginalisierte Gruppen oder Menschen mit Behinderungen. In den Berichten werden oft Initiativen vorgestellt, die Chancengleichheit fördern, z. B. Stipendien, Mentoring-Programme oder individuell angepasste Lernangebote. Berufsbildungseinrichtungen arbeiten außerdem zunehmend mit dem lokalen Umfeld und Unternehmen zusammen, um soziale Bedürfnisse zu adressieren und lebenslanges Lernen zu stärken.
Im ökonomischen Bereich zeigen die Berichte, wie die Programme an den Arbeitsmarkt angepasst werden – zum Beispiel durch Zusammenarbeit mit der Industrie, gemeinsame Curriculumsentwicklung oder praxisorientierte Lernmöglichkeiten. Auch die finanzielle Nachhaltigkeit spielt eine Rolle, z. B. durch Diversifizierung der Einnahmequellen oder langfristige Planung zur Sicherung der Betriebsfähigkeit."
"Governance und Transparenz sind die Basis für glaubwürdige Nachhaltigkeitsberichte. Viele Einrichtungen nutzen anerkannte Rahmenwerke wie die Global Reporting Initiative (GRI) oder die Greening TVET Guidelines der UNESCO, um Ziele, Indikatoren und Berichtsprozesse zu strukturieren. In den Berichten finden sich oft Kennzahlen, Strategien zur Einbindung von Stakeholder:innen und Informationen zu Risiken und Auswirkungen.
Durch diese Berichte zeigen die Institutionen ihr Engagement für die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) – besonders SDG 4, 8, 9, 12, 13 und 17 – und unterstreichen ihre Rolle als zentrale Akteure für eine grüne und gerechte Transformation."
An der Berufsschule für Gastronomie BS03 in Hamburg entwickelte die Schule einen Klimaschutzplan auf Basis eines Umwelt-Audits, das Schlüsselbereiche für die Reduzierung von CO₂-Emissionen identifizierte – z. B. Heizung, Stromverbrauch, Abfallmanagement und Lebensmittelbeschaffung – und praktische Empfehlungen wie Thermostat-Anpassungen, energieeffiziente Beleuchtung und nachhaltige Lebensmittelversorgung gab.
https://bs03-hamburg.de/download/klimaschutzplan-bs-03-2024/"tmstv=1752062470
Wirkung
Klarere Verantwortlichkeit und Transparenz: zeigt Fortschritte in Nachhaltigkeit, stärkt Vertrauen und fördert kontinuierliche Verbesserung
Intelligenteres, relevanteres Lernen: Aktualisierte Kurse mit grünen Kompetenzen, damit Lernende für zukünftige grüne Berufe und praxisorientiertes Lernen vorbereitet sind
Stärkere Partnerschaften: Mehr Relevanz und Wirkung durch Zusammenarbeit mit Industrie und lokaler Verwaltung
Stärkung der Nachhaltigkeitsmentalität: Nachhaltigkeit als Teil der Werte, des täglichen Betriebs und des Unterrichts Ihrer Schule
Ausrichtung an Richtlinien und Nachhaltigkeitszielen: Unterstützung nationaler grüner Strategien und Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen
Tipps für die Umsetzung
Kennen Sie Ihr „WARUM“: Seien Sie sich bewusst, warum Sie den Bericht erstellen – um Fortschritte zu zeigen, Partner zu gewinnen oder die Nachhaltigkeitsziele zu verknüpfen – und binden Sie ihn an die übergeordneten Ziele Ihrer Schule.
Das Rad nicht neu erfinden: Nutzen Sie bestehende Rahmenwerke wie GRI oder die UNEVOC-Guidelines und starten Sie klein – Sie können später immer erweitern.
Messbar und realistisch bleiben: Wählen Sie ein paar einfache Indikatoren, z. B. Energieverbrauch oder Änderungen im Curriculum, und verfolgen Sie diese jedes Jahr.
Alle einbeziehen: Binden Sie frühzeitig Lernende, Lehrende, Industriepartner und die Gemeinschaft ein, damit der Bericht relevant und geteilt ist.
Zum Teil des Alltags machen: Verknüpfen Sie das Reporting mit bestehenden Planungs- und Berichtssystemen und benennen Sie jemanden (oder ein kleines Team), der/das die Verantwortung übernimmt.